Verwendung von Cookies

Um unsere Webseite für Euch optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmt Ihr der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen findet Ihr in der Datenschutzerklärung. Wenn Du magst, kannst du auch einfach per Klick Google Analytics deaktivieren.

Die Laboruntersuchung

Man kann sich fragen, was in einem Labor passiert. „Vorne“ kommen die Bodenproben rein. „Hinten“ werden die Ergebnisse ausgegeben. Doch was passiert dazwischen? Im folgenden Text erfährst du, was mit deiner Bodenprobe geschieht, wenn sie ins Labor geschickt wird.

Wenn die Proben im Labor ankommen sind, wird zuerst die Bodenart bestimmt. Besteht der Boden mehr aus Ton oder hat er einen höheren Sandanteil? Dazu knetet, formt, reibt und kostet (im Extremfall) der Laborant das eingeschickte Material. Mehr Informationen zu dieser Vorgehensweise werden bei „Bodenartbestimmung“ gegeben.

Im Anschluss wird das Material getrocknet. Dies geschieht in einem Trockenschrank und kann ein paar Tage andauern. Anschließend werden die Proben in einer Mühle fein gemahlen, sodass Klumpen und größere Partikel aufgelöst werden. Das Material ist jetzt trocken und rieselfein aufbereitet.

Danach wird der Humusgehalt bestimmt. Dazu gibt es Farbtafeln, die mit der Bodenprobe verglichen werden. Ein geübter Laborant kann die passende Farbtafel auswählen und anschließend den Humusgehalt, der in Prozent angegeben wird, davon ablesen. Hier zeigt sich, wie wichtig es ist, seine Proben in ein gutes, zertifiziertes Labor zu geben.

Nun werden definierte Mengen der Bodenprobe mit präzisen Waagen abgewogen und für verschiedene Analysen zur Verfügung gestellt. Ein Teil wird mit einer bestimmten Chemikalie versetzt, dem sogenannten Extraktionsmittel, um anschließend den Boden pH-Wert mittels einer Messeinrichtung (Elektrode) zu messen. Dazu wird die Bodenprobe mit dem Extraktionsmittel vermischt, sodass eine breiartige Substanz entsteht. Der pH-Wert kann dann direkt vom pH-Meter abgelesen werden, welches mit der Probe in Berührung kommt.

Weitere Teile der aufbereiteten Bodenprobe werden mit anderen Extraktionsmitteln versetzt und über definierte Zeiträume geschüttelt. Dabei werden vorhandene Nährstoffe aus den Bodenpartikeln ausgewaschen. Diese befinden sich anschließend in der Flüssigkeit. Nach diesem Prozess wird das feste Probenmaterial aus der Flüssigkeit filtriert. Die Flüssigkeit wird anschließend in eine Flamme bzw. ein Plasma gesprüht. Dabei führen die in der Flüssigkeit gelösten Nährstoffe zu Flammenverfärbungen. Die Intensität dieser Verfärbungen wird durch einen optischen Sensor bestimmt. Daraus kann anschließend der Nährstoffgehalt ausgelesen werden.