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Wie halten es Freizeitgärtner mit der Düngung? (Teil I)

18.04.2018, Stephan

Um der Antwort auf die Gretchenfrage jeder Gartenbesitzerin und jedes Gartenbesitzers auf den Grund zu gehen, führten wir 2016/17 eine Umfrage zum Thema „Düngen im Garten“ durch. Wie wird im Garten gedüngt? Was ist zum Thema bekannt, was möchte man wissen (und was nicht)? Im Folgenden gibt es die Vorgeschichte und den ersten Teil unserer Ergebnisse!

Die Akteure

Wir, das sind ein paar Enthusiasten aus den Bereichen Agrarwissenschaft sowie der Informatik. Selbst gärtnerisch aktiv (mehr oder weniger professionell) fragten wir uns, wie Freizeitgärtner ihre Pflanzen düngen. Wir wussten, dass selbst für professionell arbeitende Landwirte die perfekte Düngung nicht ganz einfach ist: Die Pflanzen benötigen eine Mischung aus verschiedenen Nährstoffen zu bestimmten Zeiten. Auch der pH-Wert des Bodens ist dabei wichtig. Es ist daher schnell passiert, dass man seinen Boden mit einzelnen Nährstoffen überdüngt, während andere Nährstoffe noch nicht ausreichend vorhanden sind. Das führt zu verschiedenen negativen Effekten, wie nicht optimalem Wachstum oder Schäden an der Umwelt.

Die Aktion

Gerüstet mit professionellem Know-How und einer Menge Ideen wollten wir also wissen, wie in Deutschlands Gärten nun wirklich gedüngt wird (das klingt ja wie bei RTL, nur dass es dort weniger um Gärten als mehr um Schlafzimmer geht ;-)). Dazu führten wir 2016/17, unterstützt durch das Institut für Angewandte Informatik in Leipzig, eine Umfrage durch. Nachdem wir einen kleinen Fragebogen zusammengestellt hatten (es sollte schnell beantwortet sein!), luden wir Gartenbesitzer über soziale Netzwerke und verschiedene Foren im Internet ein. Es gilt also zu beachten, dass wir vermutlich vorrangig Antworten von Personen bekamen, die sich regelmäßig im Internet zu Tipps über die Gartengestaltung informieren – verallgemeinernde Aussagen sind also fehl am Platze! Insgesamt erreichten uns Antworten von 135 Personen im Alter zwischen 20 und 80 Jahren. Sind noch nicht alle deutschen Gartenbesitzer, aber deutlich mehr als ich kenne 🙂

… und was kam nun heraus?

Genug des Vorgeplänkels, kommen wir zum Kern des Kürbisses. Das Ergebnis der Umfrage hat uns in jedem Fall motiviert, plantori zu entwickeln – soviel vorweg. Die Ergebnisse der Umfrage möchten wir Euch hier in einer kleinen Serie präsentieren und euch quasi die Saat, die zu dieser Webseite führte vorstellen (was mir nicht alles für schlechte Gartenwortwitze einfallen … ).

Frage 1 – Die Grundlage

In der ersten Frage wollten wir wissen, ob das Thema der Düngung überhaupt im Freizeitgartenbereich eine Rolle spielt. Ein sanfter, grundlegender Einstieg.

Auswertung zur Frage: Düngen Sie in Ihrem Garten?
Düngen Freizeitgärtner in ihrem Garten? Wenn ja, womit wird gedüngt? (Frage 1/8)

Siehe da: nur 10 % düngt nicht zusätzlich, fast alle Befragten düngen ihren Garten. Dabei werden größtenteils organische Dünger eingesetzt. Mit garteneigenem Kompost wird konsequent der Nährstoffkreislauf im Garten geschlossen. Klingt erstmal gut, dabei ist jedoch zu beachten, dass auch alleine mit Kompost eine teilweise extreme Überdüngung vorkommen kann. Das passiert beispielsweise mit dem Nährstoff Phosphor, wenn Kompost aus Gartenabfällen ausschließlich in einem Teil des Gartens (meistens den Beeten) ausgebracht wird. Trotz der Überdüngung mit Phosphor kann dann beispielsweise der Nährstoff Stickstoff oder das Kalium unterversorgt sein.

Fast die Hälfte der Umfrageteilnehmer düngt (größtenteils zusätzlich) auch noch mit zugekauften, mineralischen Düngern.

Frage 2 – Pflanzenernährung, ein häufig missverstandenes Thema

Mehr als die Hälfte der Umfrageteilnehmer sagt von sich, dass sie sich noch etwas mehr mit den Themen Düngung und Pflanzenernährung beschäftigen müssten. Von Werbeversprechen, über Internetforen bis hin zu Tipps der Großmutter gibt es eine weite Spanne möglicher Informationsquellen zum Thema Düngung, mit sehr unterschiedlicher Qualität. Doch die Zeit des Suchens ist vorbei – wir haben mit dem „Düngelexikon“ einen Bereich geschaffen, wo wir Wissen für Euch verständlich, unterhaltsam aber wissenschaftlich korrekt aufbereiten wollen. Die Quadratur der Tomate, quasi. Aber für Euch versuchen wir uns daran.

Auswertung Pflanzenernährung und Düngung
Wird sich mit den Themen Düngung und Pflanzenernährung beschäftigt? (Frage 2/8)

Nur ein sehr kleiner Anteil der Befragten sagt von sich aus, dass Düngung ihn nicht interessiert und man sich damit nicht beschäftigen muss.

Das Wissen, dass Gartenböden (sicherlich durch Unwissenheit) teilweise extrem überdüngt sind, ist bei knapp der Hälfte der Freizeitgärtner vorhanden. Hier hilft unser Düngerechner, der exakt den Bedarf in Abhängigkeit von Pflanze, Fläche und Boden berechnet. Alles schön bunt und einfach, also keine falsche Ehrfurcht!

Es geht weiter

Soweit der Einstieg in das Thema Düngung! Findet Ihr Euch wieder, seht ihr etwas ganz anders? Habt Ihr Fragen? Dann einfach melden!

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In den folgenden Beiträgen der Serie klären wir dann die Fragen

  • welche Kulturen meistens gedüngt werden,
  • wonach werden die Düngemengen bestimmt werden
  • und wer die größten Kartoffeln hat.

Gutes Gedeihen und bleibt dabei!