Verwendung von Cookies

Um unsere Webseite für Euch optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmt Ihr der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen findet Ihr in der Datenschutzerklärung. Wenn Du magst, kannst du auch einfach per Klick Google Analytics deaktivieren.

Wie halten es Freizeitgärtner mit der Düngung? (Teil III)

11.05.2018, Friedrich

Im dritten Teil und letzten der Auswertung der Umfrage geht es darum, inwieweit sich Gärtner mit dem Nährstoffbedarf ihrer Pflanzen mithilfe von Bodenproben auseinandersetzen. Nur damit ist es möglich, den genauen Düngebedarf zu ermitteln. Außerdem haben wir gefragt, welche Hilfestellung benötigt wird, um noch zielgerichteter zu düngen.

Nach der Einführung in die Umfrage im ersten Blogbeitrag ging im zweiten Blogbeitrag um die Frage, wonach Frau oder Mann sich bei der Düngung richtet. Hier wollen wir nun schauen, wie es mit der Bodenuntersuchung mittels Bodenproben steht.

Schon einmal Gartenerde ins Labor geschickt?

Bodenprobe und -analyse
Haben Sie schon einmal eine Bodenprobe gezogen und analysieren lassen? (Frage 6/8)

Wir wollten wissen, inwieweit Ihr schon einmal eine Bodenprobe aus Eurem Garten gezogen habt, um sie anschließend in einem Labor auf den Nährstoffgehalt analysieren zu lassen. Anschließend „weiß man, was drin ist“ und kann dementsprechend seine Düngung anpassen. Gleichzeitig werden im Labor meist noch die Bodenart und der Humusgehalt bestimmt. Einen anderen Weg, die aktuelle Bodenversorgung zu ermitteln, gibt es nicht. Sicherlich kann man mit pH-Wert-Teststreifen den pH-Wert ermitteln, beispielsweise mit solch einem Test (Link zu Amazon). In der Landwirtschaft gibt es Sensoren, womit der Stickstoffdüngebedarf per Überfahrt ermittelt werden kann. Das ist aber im Freizeitgarten nicht nutzbar und man möchte ja für alle wichtigen Nährstoffe wissen, wie die Versorgung ist.

Mit 3/4 der Befragten hat der allergrößte Teil noch nie eine Bodenprobe analysieren lassen. Dieser Gruppe wenden wir uns gleich in der nächsten Auswertung noch detaillierter zu. Wenigstens 17 % der Befragten hatten mindestens einmal, aber eben nicht kontinuierlich, eine Bodenanalyse durchführen lassen. Am Ende betrachtet nicht einmal jeder zehnte regelmäßig den Nährstoffgehalt in seinem Gartenboden.

Exkurs: Wie funktioniert eine Bodenanalyse?

Die Bodenanalyse ist das Mittel der Wahl, um genauen Aufschluss zu bekommen, welche Nährstoffe im Boden ausreichend vorhanden sind bzw. welche noch fehlen und gedüngt werden sollten. Dazu entnimmt man eine Bodenprobe (eine Mischprobe!) in seinem Garten und schickt die zum Labor. Eine genaue Anleitung findet Ihr in unserem Lexikon unter Bodenuntersuchung. Das Labor bereitet die eingeschickte Bodenprobe dann auf und spült mit Lösungen die Nährstoffe aus dem Boden aus. Diese sind anschließend in den Lösungen enthalten und werden mittels verschiedener Geräte analysiert. Auch dazu haben wir bereits einen Beitrag im Lexikon unter Laboruntersuchung verfasst. Als Ergebnis bekommt man dann ein Papier mit den Werten und oftmals auch noch eine Düngeempfehlung. Nach dieser kann man die nächsten 2-4 Jahre düngen. Anschließend sollte das Prozedere der Bodenuntersuchung wiederholt werden.

Warum bisher noch keine Bodenuntersuchung?

Der Weg ist jetzt also klar. Interessant ist nun, warum bislang noch keine Bodenuntersuchung gemacht werden.

Auswertung zur Frage, warum noch keine Bodenuntersuchung durchgeführt wurde.
Warum haben Sie noch keine Bodenuntersuchung durchgeführt? (Frage 7/8)

Für ein Drittel der Befragten war das noch nie ein Thema, sie haben sich damit noch nicht beschäftigt. Ein weiteres Viertel der Befragten sieht in einer Bodenuntersuchung keinen Sinn. Hier haben wir noch zusätzlich abgefragt, warum es keinen Sinn macht. Die häufigste Antwort war, dass es ja auch so wächst.

Einem weiteren knappen Viertel der Befragten ist die Bodenuntersuchung zu teuer. Schaut man im Internet nach Anbietern, so werden da durchaus Preise von ca. 50 €/Probe verlangt. Weiteren 15% der Befragten ist die Durchführung zu kompliziert und „nur“ 7 % der Befragten wissen nicht, wie das geht.

Was wird noch benötigt?

Zu guter letzt hatten wollten wir in der Umfrage wissen, welche Hilfestellungen noch benötigt wird, um noch zielgerichteter im Garten düngen zu können. Da man sich viele Dinge wünschen kann, waren bei dieser Frage mehrere Antworten möglich. Über die Hälfte der Umfrageteilnehmer wünscht sich eine einfachere Verfügbarkeit von Anbietern zur Durchführung der Bodenuntersuchung.

Auswertung zur Frage: Was benötigen Sie, um noch zielgerichteter zu düngen?
Welche Hilfestellung wird benötigt, um noch zielgerichteter zu düngen? (Frage 8/8)

Weiterhin würden sich die Umfrageteilnehmer gerne etwas besser über die Düngung von Pflanzen informieren. Dafür haben wir begonnen, bei plantori.de das Düngelexikon aufzubauen. Wir werden kontinuierlich weitere Beiträge ergänzen. Jeder ist eingeladen, uns seine Fragen zu schreiben.

Nicht zuletzt wurden auch die Preise angesprochen, die zur Durchführung einer Bodenuntersuchung bezahlt werden müssen. Diese sollten tendenziell niedriger sein. Für eine Bodenanalyse werden sehr unterschiedliche Preise verlangt. Nach unseren eigenen Recherchen variieren die zwischen 5 und 60 € pro Probe – wobei immer auf die selben Nährstoffe analysiert wird. Angebote mit den niedrigen Preisen haben wir vor allem in Kleingartenvereinen gefunden, die die Analysen teilweise noch subventionieren.

Um eine verständlichere Düngeempfehlung nach der Bodenanalyse zu haben (16 % der Nennungen) haben wir zwischendurch den plantori Düngerechner entwickelt. Der Nutzer wird hier zu allen Parametern abgefragt und bekommt am Ende eine konkrete Produktempfehlung sowie den Hinweis, zu welchem Zeitpunkt die Düngung im Jahr optimal ist. Am Ende kann Frau und Mann sich vom plantori System erinnern lassen, wenn der optimale Zeitpunkt gekommen ist. Probiert es gleich mal aus, wir haben bisher sehr gutes Feedback von den Nutzern erhalten.

Zu guter Letzt haben auch 15% der Befragten geantwortet, dass die Verfügbarkeit eines individuell zusammengestellten Düngers für die einzelne Anwendung perfekt wäre. Dabei muss man wissen, dass einerseits jede Fruchtart ihren eigenen Nährstoffbedarf hat und andererseits jeder Boden anders versorgt ist. Dazu wäre die Ausbringung von individuell auf diese Bedürfnisse ausgerichteter (=gemischter) Dünger wirklich perfekt.

Damit sind wir am Ende der Vorstellung der Umfrageergebnisse angekommen. Sendet uns gerne Euer Feedback bzw. Eure Meinung.

Ansonsten erst einmal wieder gutes Gedeihen und noch die obligatorische Werbung für unseren Newsletter, um nichts zu verpassen. Wir planen für die Zukunft noch viele Interessante Dinge an dieser Stelle…