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Wie halten es Freizeitgärtner mit der Düngung? (Teil II)

05.05.2018, Friedrich

Im zweiten Teil der Auswertung der Umfrage geht es darum, welche Pflanzen Frau und Mann im Garten düngen und wie sich über Garten und Düngung informiert wird. Außerdem wollten wir wissen, wonach der gemeine Gartennutzer sich so richtet, wenn es um die Düngung geht.

Nach der Einführung in die Umfrage im ersten Blogbeitrag wollen wir hier nun intensiver in die Auswertung der Ergebnisse einsteigen.

Neues Wissen für Freizeitgärtner

Wir wollten wissen, wie Ihr Euch Wissen zur Gartenpflege aneignet. Allwissend bzw. neuem Wissen nicht aufgeschlossen ist mit 6 % fast keiner. Am häufigsten schaut Ihr bei Google und Co. vorbei, um etwas Neues zu erfahren. Hier muss man sicherlich berücksichtigen, dass wir die Umfrage ausschließlich im Internet durchgeführt haben. Damit waren quasi die internetaffinen Nutzer vorselektiert. Bei einer rein analog durchgeführten Umfrage könnte das Ergebnis also etwas anders aussehen.

Auswertung zur Quelle von neuen Gartenbautipps
Wie wird sich über Gartenbautipps informiert? (Frage 3/8)

Dicht hinter dem Internet als Wissensquelle folgen Bücher als Nachschlagewerke für Tipps zum Gartenbau. Damit hat die gute alte analoge Welt noch längst nicht ihre Bedeutung verloren. So ist es auch sehr begrüßenswert, dass immer wieder neue Literatur erscheint. In unserem betrachteten Fall, der Düngung des Gartens, ist erst vor kurzen wieder ein sehr anschaulich verfasstes Werk erschienen mit „Dünger – Kraft für Boden und Pflanzen“ (Link führt zu Amazon*). Übrigens brechen die Autoren dieses Buches eine Lanze für die Düngung mit Urin.

Knapp die Hälfte der Befragten zählt auch auf den Rat der Bekannten. Aber auch das Fernsehen wird nach wie vor als Wissensquelle für Gartenbautipps verwendet.

Nur gut jeder zehnte Befragte bezieht sein Wissen über Zeitschriften. Dies hätten wir nicht so erwartet, zählen Zeitschriften wie „Landlust“ und Co. doch zu den auflagenstärksten Kaufzeitschriften in Deutschland. Aber sicherlich spielt hier auch wieder die Art der Durchführung der Umfrage eine Rolle.

Wir haben für den Bereich der Düngung begonnen, eine eigene Wissensquelle für Euch aufzubauen. Mit unserem Düngelexikon haben wir auf plantori.de einen Bereich geschaffen, wo Ihr Näheres über die Düngung erfahren könnt. Sollten Euch noch darin fehlende Themen interessieren, so schreibt uns einfach eine Mail.

Wie viel düngen?

Nachdem wir im ersten Teil der Umfrage-Auswertung schon gesehen haben, dass ca. 90% aller Gartenbesitzer Dünger ausbringen, haben wir Euch weiterhin gefragt, wonach die Düngegaben ausgerichtet werden. Siehe da, die Empfehlung auf der Düngepackung kommt mit 37 %  bei deutlich weniger als der Hälfte der Befragten zum Einsatz. Gleichermaßen verbreitet ist die Düngung nach Gefühl. Man kann wetten, dass das Gefühl insbesondere bei der Düngung meistens trügt, wobei natürlich „nicht optimal“ nicht in jedem Fall „schlimm“ ist.

Auswertung wonach gedüngt wird
Wonach richten Freizeitgärtner ihre Düngung aus? (Frage 4/8)

Zielsicher ist man am ehesten mit der Düngung nach Düngeempfehlung basierend auf einer Bodenprobe. Nur gut jeder zehnte Befragte richtet sich bei der Bestimmung der Düngermenge bzw. Düngerzusammensetzung danach. Das ist recht wenig, weshalb wir auch noch nach den Gründen dafür gefragt haben. Dies werten wir aber erst im nächsten Blogbeitrag aus.

Was wird gedüngt?

Wir wollten wissen, welche Kulturen besondere Aufmerksamkeit hinsichtlich der Düngung von Euch bekommen. An erster Stelle stehen die Gemüsebeete, ganz dicht gefolgt von Blumenbepflanzungen: Mit ca. 70 Prozent versorgen fast drei Viertel der Befragten diese Pflanzen über Dünger zusätzlich mit Nährstoffen. Optik (Blumen) und Nahrung (Gemüse) sind wohl Themen, denen man sich besonders intensiv widmet und zur Optimierung gern zusätzlichen Aufwand investiert.

Düngung welcher Pflanzen
Welche Kulturen düngen Gärtner in ihren Gärten? (Frage 5/8)

Beim Rasen sieht es da schon etwas anders aus. Die gute Hälfte der Befragten düngt ihren Rasen. Sicherlich hat das auch mit dem Einsatz von Mulchmähern, wie beispielsweise Mährobotern, zutun. Hier werden die abgeschnittenen Grashalme direkt auf der Fläche belassen und geben ihre Nährstoffe durch Umsetzung zu Humus über die Zeit wieder ab. Quasi der perfekte Nährstoffkreislauf und man spart sich den aufwändigen Transport des Grünschnitts auf den Komposthaufen.

Ein kleiner Exkurs: Wichtig ist, dass nicht der gesamte Kompost eines Gartens regelmäßig auf immer den selben Beeten eingesetzt wird. Denn dann sammeln sich alle Nährstoffe auf diesen Beeten und man kann davon ausgehen, dass vor allem der Nährstoff Phosphor extrem überversorgt ist.

Aber zurück zur Auswertung: Mit 44% , düngen etwas weniger der Hälfte der Befragten ihre Obstbeete. Damit stehen Obstpflanzen im Vergleich zu Gemüsekulturen sehr viel weniger im Fokus der Gartenenthusiasten. Unter „Andere Kulturen“, die knapp jeder fünfte auch noch düngt, sind dann wohl Bäume oder Hecken einzuordnen.

Wie soll ich nun düngen?

Um euch eine bessere Hilfe für die Düngung zu geben, haben wir den kostenlosen Düngerechner entwickelt, der für unzählige Fruchtarten eine präzise Düngeempfehlung ausspuckt. Die Empfehlung enthält neben der Menge und Zusammensetzung des Düngers auch Hinweise hinsichtlich des optimalen Timings der Düngung. Solltet Ihr das Ergebnis einer Bodenuntersuchung haben, so könnt ihr die Empfehlung natürlich noch präziser machen. Probiert es gleich einmal aus!

Ansonsten erst einmal wieder gutes Gedeihen und noch die obligatorische Werbung für unseren Newsletter, um nichts zu verpassen.